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  1. 5.6.2006   Absturz eines Ultraleichtflugzeuges nach Tragflächenbruch
  2. 12.6.2006 Tragflächen brachen kurz nach dem Start ab – Ursache noch unklar
  3. Vereisung,  Anflug einer Citation V in Augsburg
  4. Hapag Wien 12.07.2000, Kraftstoffmangel als Unfallursache
  5. Absturz eines Geschäftsflugzeuges in Augsburg - 25.01.2001

 

5.6.2006 Beim Absturz eines Ultraleichtflugzeuges ist am Pfingstmontag der 38-jährige Pilot ums Leben gekommen.

Der Mann war um 12.25 Uhr auf dem Sportflugplatz in Neumagen-Dhron gestartet. Der Pilot, der aus Salzgitter (Niedersachsen) stammt, wollte nach Hildesheim fliegen. Um 12.35 Uhr meldete er sich noch einmal in Neumagen-Dhron. Wenige Minuten später beobacheten Zeugen, wie das Flugzeug oberhalb von Wintrich (Kreis Bernkastel-Wittlich) eine Tragfläche verlor und  wie ein Stein vom  Himmel stürzte. Die Maschine schlug in einer Waldlichtung auf. Die Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen. Der Pilot hatte noch versucht, das Rettungssystem zu aktivieren. Die Seile des Fallschirms verfingen sich allerdings im Rotor. Die Absturzursache steht noch nicht  fest. Experten des Luftffahrtbundesamtes werden das Wrack, das von Mitarbeitern des Technischen Hilfswerks abtransportiert wurde, untersuchen.


Artikel mit Diashow!Fotostrecke von der Absturzstelle
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Dateiname  :  Video von der Absturzstelle in Wintrich
Dateigröße  :  9.30 MBytes.
Datum  :  05.06.2006 17:22
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12.6.2006 Tragflächen brachen kurz nach dem Start ab – Ursache noch unklar
 
Datum: Montag, 12. Juni 2006, ca. 19:15 Uhr
Ort: Flugplatz Hüttenbusch bei Bremen, Landkreis Osterholz / Niedersachsen
Ein tragischer Zwischenfall ereignete sich am Montagabend auf dem Flugplatz Hüttenbusch bei Worpswede (Landkreis Osterholz, nahe Bremen): Kurz nach dem Start stürzte ein zweisitziges Ultraleichtflugzeug ab. Beide Insassen, der 50-jährige Pilot und sein 14-jähriger Neffe, kamen ums Leben.
Ersten Angaben zufolge startete das Kleinflugzeug gegen 19:15 Uhr in Richtung Hatten, einem weiteren niedersächsischen Flugplatz. Kurz nach dem Start drehte der 50-Jährige noch eine Runde über das Flugfeld, als plötzlich aus bislang noch ungeklärter Ursache die Tragflächen wegbrachen und das Flugzeug abstürzte. Beim Aufprall fing der Rumpf Feuer und brannte aus; beide Insassen hatten keine Überlebenschance.
Der Rumpf landete mehrere 100 m von den Tragflächen entfernt auf einer Wiese. Die Polizei hat den Unglücksort weiträumig abgesperrt und weitergehende Ermittlungen zur Unglücksursache eingeleitet. Unfallzeugen wurden von Seelsorgern betreut. Näheres ist zur Stunde noch nicht bekannt.

Vereisung, Anflug einer Citation V in Augsburg

Landeanflug einer Citation V in Augsburg mit Vereisung Im Anflug auf den Augsburger Flugplatz sprach die Stallwarnung nicht an, der Jet kippte über die Fläche wegen Eisansatz (gerade mal 2 mm) ab. Eisansatz hatte die Stallspeed erhöht.

Der Pilot flog mit lt. Handbuch korrekten 105 Kts die Schwelle an, aber das Handbuch berücksichtigte keine Zuschläge für Vereisung !

Planen Sie wo möglich entsprechende Sicherheitszuschläge ein, die POH´s sind häufig ungenügend differenziert und ausgearbeitet und nicht jeder Flug,  -zeug, - zeugführer gleicht dem anderen !

Foto: Flugunfall-Untersuchungskommission; Quelle: Unfallbericht, sowie Fliegermagazin 1/99
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Hapag forciert Weiterflug trotz hohem Risiko

Wien : 12.07.2000: Bruchlandung eines Airbus Typ A310-300 der deutschen Fluggesellschaft Hapag-Lloyd HFSS78 mit elf Verletzten nach Ausfall beider Triebwerke.

Die Notlandung des Hapag-Lloyd-Airbus in Wien hätte vermieden werden können. Obwohl wegen Fahrwerksproblemen mit doppelt so hohem Treibstoffverbrauch gerechnet werden musste, sollte die Maschine von Kreta bis nach München fliegen.
Notgelandeter Airbus
Der notgelandete Airbus neben der Landebahn in Wien-Schwechat

Kurz nach dem Start von Kreta hatte sich herausgestellt, dass sich das Fahrwerk nicht einfahren ließ. Hapag-Lloyd-Sprecher Wolfgang Hubert sagte am Abend in der ARD, zunächst sei von Seiten der Firma entschieden worden, dass der Flugkapitän München ansteuern solle, weil es näher am Zielort Hannover liege. (Passagiere, Kosten, eigene Wartungsmöglichkeit, etc. Anm. PB)

Erfahrene Flugkapitäne hätten ausgerechnet, dass der Treibstoff der Maschine dafür mehr als ausreichend sein würde. Später habe man im Einvernehmen mit dem Piloten entschieden, dass der Airbus bereits in Wien landen solle, sagte Hubert. Diese Entscheidung sei getroffen worden, um „volle Sicherheit“ und noch genügend Treibstoff in Reserve zu haben.

genügend Treibstoff wird im deutschen Recht für IFR so definiert: erreichen der Destination, dann den Alternate und nun noch genügend Sprit für 30 Minuten Holdíng und die Landung ! (Proppeller: 45 Minuten Holding) Anm. PB

Aus den bekannten Tatsachen ergibt sich folgendes Bild: Nach dem Start fährt das Fahrwerk des A310 D-AHLB nicht ein.
1115 Uhr: Kapitän W.A. will nach München, Boden favorisiert Stuttgart, dort "wäre .. A310 für Weiterflug sofort verfügbar".

1203 Uhr: Co will in Budapest oder Zagreb landen.
1243 Uhr: die Crew gibt Ihre Absicht nach Wien auszuweichen über Funk durch (Cockpitgespräch: "noch 1,3 Tonnen Kerosin"). Noch 135 NM vor Wien Schwechat wird als Ausweichgrund von technischen Fahrwerksproblemen und Treibstoffgründen mit der Flugsicherung gesprochen (zuständiger Lotse "Woborski" ), die Besatzung bekommt eine ganz normale  Radarführung ohne besondere Prioritäten. Ein Notfall wurde nicht ausgesprochen, der Lotse ahnt nichts von der Brisanz.
1320 Uhr: der Airbus kommt ins 12 NM - Endteil der Landebahn 34, Seitenwind von links 300/10 Kts. Nun erfolgt explizit eine Notfallmeldung, "out of fuel", alle Triebwerke stehen. Das Flugzeug verliert Hydraulikdruck, der verbleibende hydraulische Restdruck wird auf die Höhen- und Seitenruder umgeleitet. Klappen können vermutlich systemausfallbedingt nicht mehr gefahren werden.
1325 Uhr: das Flugzeug setzt 500 Meter vor der Piste auf, nimmt die Localizer-Anlage der Gegenrichtung mit, dreht nach links in den Wind und kommt dort neben der Piste 34 zum Halten.


Lauda: Glimpflicher Ausgang war ein Riesenglück

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Über Notrutschen verließen die 142 Passagiere die notgelandete Maschine

Als „einzigartigen Ausreißer“, der nicht passieren sollte, hat der  österreichische Flugunternehmer Niki Lauda die Airbus-Bruchlandung gewertet. Der Pilot hätte angesichts des Treibstoffverbrauchs, der mit ausgefahrenem Fahrgestell doppelt so hoch sei wie normal, schon wesentlich früher landen müssen, sagte der ehemalige Formel-Eins-Weltmeister in der österreichischen Nachrichtensendung „ZIB 2“. Dass die Landung „dann so ausgegangen ist, war ein Riesenglück“.

Quellen: sueddeutsche.de/dpa/AP

Warum wurde die Unfallkette nicht durchbrochen? -  technische Probleme - Kostendruck - Entscheidungsdruck - geringere Flughöhe (hoher Luftwiderstand)  - reduzierte Geschwindigkeit - hoher Treibstoffverbraucht - Risikobereitschaft / Nichteinhaltung der IFR-Treibstoffmengen   -> zu späte, falsche Alternate-Entscheidung ->zu späte Notfallmeldung

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Das Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre in Hamburg hat auf seiner Web-Seite zur Flugsicherheit sämtliche Abstürze in der kommerziellen Luftfahrt seit 1920 einschließlich Ursache, Flugzeugtyp und betroffener Fluglinie aufgelistet.

Buchtipp: Thomas Fakoussa:  Aus Mangel an Bewußtsein: CRASH

 


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Stand: 13. Juni 2006.