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Herbststimmung
in der Schweiz, wie zu erwarten war, erhalten wir keine
Durchfluggenehmigung durch die Zürich TMA....
wer
sich jetzt zum ersten mal Gedanken über die Luftraumstruktur in CH macht,
kommt unweigerlich in Stress !
Wir entscheiden uns auf
unter 3.000 ft MSL zu sinken, was den Controller sichtlich beruhigt.
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Nachdem
wir Zürich hinter uns gelassen haben, nähern wir uns Bern - CTR und
unübersehbar einer Kaltfront, mehr als 3.300 ft MSL sind auch jetzt
nicht drin, der Wind wird deutlich böig. An
eine VOR to VOR Navigation ist jetzt nicht zu denken, höchste
Aufmerksamkeit ist geboten, wir sind umgeben von Hochgebirge, in Bern
- CTR ist die Höchste Erhebung auf Kurs in 3.700 ft MSL. Wichtig
ist jetzt die Übersicht, alternative Flugwege,
Sicherheitsmindesthöhen, rechtzeitige Absprache mit ATC, usw, das
Fliegen des Flugzeuges muss dabei nebenher gehen. |
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Dabei
muss die Flugsicht (diese ist in CH im Luftraum G höher als in D:
mindestens 5km), der Wolkenabstand, die Außensicht, usw. laufend
eingehalten werden. Wer hier bei schönem Wetter im Flachland Probleme
hat, tut gut daran, rechtzeitig umzukehren.
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Erreichen des Genfer Sees haben wir das gröbste hinter
uns, die Wolken klaren auf, Rückseitenwetter! |
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Am Mont Blanc vorbei
geht es dann über den VFR - Korridor nach Korsika, Ajaccio wo
wir übernachten.
Erstaunt
nimmt Jörg am nächsten Morgen war, dass er auf Korsika mitten
im Gebirge ist. Der Wind mit ca 35 kts in 5000 ft bewirkt zudem
deutliche Luv / Lee - Effekte.
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Wir fliegen
von Ajaccio über den Gebirgskamm weiter nach Corte (Achtung: bei
W-Winden ausgesprochen starke Lee - Wellen, die Abwinde können
die climb - Perfomance eines E - Fliegers mühelos
überwinden) und dann weiter nach Calvi. Dabei werden Kurse,
Kammüberflug, Ausflug aus turbulenten Zonen, Steilkurven,
Einflug in falsche Täler, Umkehrkurven und das alles in
Starkwind - Konditionen geübt.

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Berge,
Wind, Meer ergeben auch beim Landen eine gewöhnungsbedürftige
Mischung.
Wer bei diesem Wind nicht
Pitch / Power und Querruder / Seitenruder
richtig
koordiniert, bekommt den Flieger beim Landen mit
Querwind nicht unter
Kontrolle ( Hier sind Cessna - Flieger
denen man vom Segelflug
kommend, Power - Off Landungen
beigebracht hat,
besonders gefährdet).

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Von
Calvi fliegen wir über die VFR - Passage nach Bastia.
Nach kurzem Tankstop geht's nun über Elba Richtung Bologna weiter.
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| die
Ausstattung mit Co - Pilot Instrumente GNS 430 .... macht
zum Fliegen immer wieder viel Spaß und gibt die notwendige
Sicherheit wichtige Entscheidungen schnell treffen zu können.
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Jörg
macht seine Sache sehr gut.
Am
Ende wird er diesen Flug sicher alleine machen können. |
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Für
den restlichen Heimflug ist bestes Wetter angesagt (Wir haben
die Route so gelegt, dass die Front auf dem Rückweg
durchgelaufen ist, also bestes Rückseitenwetter !). Die
Sichten in der Po - Ebene von Bologna bis Verona sind
traumhaft schön ( häufig sind hier Sichten von
2 - 3 km anzutreffen).
In Absprache mit Pisa - Control umfliegen wir Milano TMA
(Luftraum A / also kein VFR möglich ) östlich Höhe Bologna
in Richtung Gardasee.
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Mit
Garda APP handeln wir eine Durchfluggenehmigung
( Luftraum D ) aus und passieren Verona Vilafranca
westlich in Richtung Trento. |
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Ab
jetzt sind wir funkmäßig auf
uns gestellt, das zuständige
Padova Information hat bekannterweise hier keine
Abdeckung. |
vor
uns kommt Trento in Sicht.
Hier sind Hubschrauber stationiert, entsprechend viel
Trainingsverkehr, also Frequenz rasten und melden /
mithören .... |
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der Flugplatz von Trento wurde modern umgebaut hat
lange Öffnungszeiten und das Personal ist
freundlicher als in Bolzano - als Alternate,
für Trainingsplatzrunden oder zum Tanken sehr
empfehlenswert, Cafe ist direkt am Platz. |
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die
Strecke geht hier sich verengend weiter mit ca. 045 °
Richtung Bolzano, keinesfalls dem geräumigeren Weg
mit Eisenbahn nach links folgen, sämtliche späteren
Zweige führen ohne Ausgang ins Hochgebirge !
zur Orientierung dient insbesondere bei schlechten
Sichten die Autobahn (rechts wegen Gegenverkehr
halten). |
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diesem
Weg folgend taucht kurz darauf das geräumige Tal von
Bozen auf, wegen des dichteren Verkehrs sollte man
sich hier unbedingt am Funk melden. |
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Obwohl hier meist etwas aufgeregt "say position
and altitude..." mit Richtungsanweisungen,
etc. an der Tagesordnung sind, sollte man keinesfalls
glauben, daß dies immer der Verkehrssituation
entspricht, eher dem natürlichen italienischen
Temperament, also Augen auf und hören was andere
Flugzeuge melden !
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Gleichzeitig
ist der Flugplatz bei schlechtem Wetter die einzige
IFR - Möglichkeit (z.B. bei Vereisung,
etc.) um innerhalb der Alpen im Notfall über ein sog.
Cloud Breaking Procedure noch sicher runter zu kommen. |
| Nach
Bolzano abmelden und rechts ca. 080° ins Brixen
- Tal |
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vor
uns die Dolomiten |
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traumhafte
Sichten, ein breites Tal, die Autobahn und Eisenbahn
zur Orientierung, wir haben ausgerechnet, pünktlich
vor Sonnenuntergang in Innsbruck zu sein
... ideale entspannte Flugbedingungen, wir
fliegen der Abendsonne entgegen, was soll da schon
passieren ... |
Jörg
navigiert sicher und entspannt rechts entlang der
Eisenbahn...
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ich
erkläre ihm keine Autobahn zu sehen, Jörg sieht sie
schon (nur ist sie ein bisschen kleiner als vorher)...
ich Frage ihn, ob die Höhe so passt, ja ja, sie
steigt wohl ein wenig zum Brenner an ...
ich
Frage Jörg in welche Richtung wir fliegen (der
Kurskreisel zeigt so auf 060°), darauf meint er etwas
irritiert, ja, das ist eigenartig... |
die
Sonne neigt sich ihrem Untergang, wir sind gerade auf
dem Weg nach Klagenfurt -
nachdem
Jörg den Fehler nun erkannt hat, korrigiert er den
Kurs Richtung Brenner, eine Gebirgserfahrung reicher.
Nach
einem kurzen Zwischenstopp in Innsbruck fliegen wir
noch den Sprung nach Augsburg und sind am
Ende des 2. Tages wieder wohlbehalten in Augsburg. |
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.. viel
erlebt und eine ganze Menge gelernt ...
...... eben der
"etwas andere Flug" .
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